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Erschienen am: 28.07.2017

Nördlichster Punkt Bayerns

in Fladungen

Der nördlichste Punkt des Freistaats Bayern ist ein historischer Grenzpunkt zum Nachbarland Thüringen in Fladungen im Landkreis Rhön-Grabfeld. „Aus der einstigen Zonen-Grenze, die Deutschland und Europa teilte, ist heute eine verbindende grüne Grenze im Herzen eines geschichtsträchtigen Mitteleuropas geworden“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Vorstellung des nördlichsten Punkts gemeinsam mit der Ersten Bürgermeisterin der Stadt Fladungen, Agathe Heuser-Panten, am 26. Juli fest.
Mit einer Informationstafel wird künftig über den Grenzpunkt und die Geschichte der Grenze informiert. „In einem vereinten Europa sind diese Grenzen durchlässig geworden für Handel, Tourismus, Verkehr, Bildung und Kultur“, stellte Söder fest. Der nördlichste Grenzpunkt Bayerns wurde vor rund 150 Jahren im Friedensvertrag von Prag („Prager Frieden“) am 22./23. August 1866 zwischen dem Königreich Preußen und dem Kaisertum Österreich als Grenze zwischen dem damaligen Königreich Bayern und dem Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach festgelegt. Heute liegt der Grenzpunkt im Grünen Band Deutschland, einem Vorhaben mehrerer Bundesländer zum Naturschutz. „Wo früher Stacheldraht und Minen herrschten, regiert heute die Natur“, so Söder.

Im Rahmen der Vorstellung des nördlichsten Punkts übergab Söder zudem einen Breitband-Förderbescheid in Höhe von 104.567 Euro an Fladungens Erste Bürgermeisterin Agathe Heuser-Panten. Außerdem präsentierte der Finanz- und Heimatminister die neue Amtliche Topographische Karte 1:100.000 (ATK100) „Bayerische Rhön“ der Bayerischen Vermessungsverwaltung. Das Kartenblatt im Maßstab 1:100.000 erstreckt sich von Fulda bis Würzburg und vom Spessart bis zum Grabfeld und umfasst das Gebiet von vier Bundesländern: 5.754 km2 Fläche von Bayern, 1.500 km2 von Hessen, 397 km2 von Thüringen und 43 km2 von Baden-Württemberg. Das darin abgebildete UNESCO-Biosphärenreservat Rhön bietet eine große landschaftliche Vielfalt mit artenreichen Bergwiesen und einzigartigen Hochmooren. Die Flusstäler laden ein zu abwechslungsreichen Radtouren auf Bayernnetz-Radwegen wie dem Main-Radweg, dem Radwanderweg Fränkische Saale oder dem Radfernweg Rhön-Sinntal. Für kulturell Interessierte bietet sie Hinweise auf eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, wie z. B. mittelalterliche Städte, Burgen, Museen, Klöster und vieles mehr.

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